DEBORA

von Rev. Suzette Hattingh

Wenn Unmögliches möglich wird; wenn religiöse Gebote von Menschen nichts bewirken; wenn Gott zeigt, dass Er keine Menschen bevorzugt, befinden wir uns in der Bibel, im Buch der Richter, Kapitel vier und fünf. Wir lesen die beeindruckende Geschichte von Debora, einer verheirateten Frau, aber auch einer Richterin, Beraterin und Prophetin für Gottes Volk in Israel.

Deboras Name bedeutet „Biene“. Er beschreibt perfekt was Teamarbeit ist. Eine Biene allein könnte vielleicht keinen Bienenstock bauen, aber wenn sie sich zusammentun, ergibt das ein ganzes Unternehmen. Leg Dich nicht mit diesem Bienenvolk an, sonst gehen sie zu heftiger Verteidigung über. Einheit hat Kraft (Psalm 133) !

  • Eine einfache kleine Biene und so viele Auswirkungen. Der Name passt gut zu Debora. Eine Biene bringt denen, die sie liebt, Süße und Weisheit, und dem Feind ihren Stachel! Das können wir lernen aus der Geschichte von Debora, die wir in der Bibel lesen. Debora hat sich gekümmert, sie war Mutter und Ratgeberin, aber sie konnte sich auch voll Autorität erheben, Leiter beauftragen und aufrufen, sich gegen den Feind zu erheben. Debora war eine „Mutter in Israel“. 1
  • Was ist eine „Mutter in Israel“? Bedeutet das, dass man verheiratet sein und Kinder haben muss? Sicherlich nicht! Ob man nun Mann oder Frau ist, geistlich gesehen bringen wir das Herz Gottes in verschiedene Situationen, sei es im Gebet oder im Handeln.
  • Gottes Herz des Mitgefühls – kümmere Dich um die Menschen um Dich herum, liebe und beschütze sie, sei Ratgeber, sei die Person, zu der sie laufen, wenn sie verletzt sind, die Person, die nicht viele Worte machen muss, sondern für sie in der Fürbitte eintritt oder das Wort Gottes geradlinig ausspricht als Prophet/Prophetin.
  • Erhebe Dich mit Kraft – wie ein Krieger, der alle zum Kampf im Geist aufruft, furchtlos, ohne Rücksicht auf das eigene Leben, sondern ohne Zögern mit Gott in den Kampf zieht.

Debora, die Frau

  • Debora war mit Lappidot verheiratet; das ist alles, was wir wissen. Wir wissen nichts über ihn. Wir wissen nicht, ob er stark war oder nicht. Wir kennen nur seinen Namen. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass er ein sehr demütiger Mann mit großer Weite im Geist gewesen sein muss, um zuzulassen, dass seine Frau eine so herausragende Position im Land einnimmt und sogar mit auf das Schlachtfeld zieht.
  • Wir wissen nicht, ob Debora Kinder hatte. Zu jener Zeit in Israel war es eine Scham für eine Frau, wenn sie unfruchtbar war; aber die Bibel sagt nichts zu diesem Thema, da dies in der Geschichte nicht im Mittelpunkt steht oder wichtig ist.
  • Wir wissen, dass Debora eine Frau war mit:
    • Glauben – um Prophetin genannt zu werden, musste sie den Willen Gottes für das Volk suchen.
    • Einfluss – sie war eine Richterin und Menschen kamen zu ihr, um Rat, Hilfe und Beistand zu erhalten. Sie hatte keinen großen Gerichtssaal – nein, sie hatte eine einfache Palme2, aber die Wirkung erreichte alle im Land!
    • Sie verstand Teamarbeit – sie verstand die Wichtigkeit ihres Glaubens als Frau Gottes und die Stärke der Männer in ihrer Funktion und ihrem Auftrag. Sie rief Barak zum Handeln auf! 10.000 Männer folgten ihm, und er arbeitete mit ihr zusammen. Zuerst war er skeptisch, nicht so sicher. Das war verständlich, denn es ging um seine Glaubwürdigkeit als Befehlshaber.
    • Sie verstand Weisheit und Strategie – sie musste nicht 10.000 Männer überzeugen, sie überzeugte einen, den Befehlshaber, und er überzeugte die anderen!
    • Autorität in Verbindung mit Demut ist Stärke – am Ende der Schlacht nahm sie zu keiner Zeit den Ruhm für sich in Anspruch (Richter 5,2). Sie wies auf die Anführer hin (einige versagten furchtbar – sie kamen nicht einmal), aber sie gab denjenigen, die kamen, Ehre und lobte sie!

Von dieser Frau lernen wir die Schönheit von Unterordnung, Macht, Autorität und Geistlichkeit, das alles durch das Gott hingegebene Gefäß fließt. In der Bibel wird das Leben dieser Frau in nur zwei Kapiteln beschrieben, doch über Jahrhunderte hinweg lernen wir von ihr Lektionen über Charakter und Autorität.

Quellen: Elberfelder Bibel (revidierte Fassung)

1 nachzulesen in Richter 5,7 ; 2 nachzulesen in Richter 4,5