Geschrieben von: Suzette Hattingh Sonntag, den 01. Februar 2009 um 00:00 Uhr
"Sacrifice and offering You did not desire; my ears You have opened; burnt offering and sin offering You did not require. I delight to do Your will, O my God, and Your law is within my heart." - Psalm 40:6,8
Ich bin oft erstaunt, wie wir diese einfache Wahrheit übersehen. Für den Herrn aktiv zu sein ist gut, aber manchmal ist es der kleinste Akt von Gehorsam, der uns durch die schwierigsten Zeiten trägt.
Das Gebot Gottes
In Zeiten von Schwierigkeiten oder Problemen wird Gott uns eine Anweisung geben. Es mag nicht notwendigerweise das sein, was wir gern hören würden, aber es wird die eine Sache sein, die uns durch den Kampf tragen oder den Plan Gottes erfüllen wird.
- Gott sagte zu Moses, "„Du aber erhebe deinen Stab und strecke deine Hand aus und spalte es, damit die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hineingehen!”" - Exodus 14:16.
- Gott sagte zu Josua, "„So zieht nun um die Stadt: alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt herum!”strong>" - Joshua 6:3.
- Elisa sagte zur Witwe:, "„Geh hin, erbitte dir Gefäße von draußen, von all deinen Nachbarinnen, leere Gefäße, aber nicht zu wenige!”" - 2 Kings 4:3.
- Jesus sagte zum Blinden, "„Geh hin, wasche dich in dem Teich Siloah!”" - John 9:7.
- Der Engel sagte zu Phillipus, "„Steh auf und geh nach Süden auf den Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt!”" - Acts 8:26.
Diese Gebote sind in sich gesehen sehr kleine Gebote und doch waren es genau diese Anweisungen, die zum nächsten Schritt oder zum Durchbruch führten.
Der Stimme Gottes gehorchen
Manchmal tendieren wir dahin, in viele verschiedene Aktivitäten verwickelt zu sein. Auch wenn das meistens sehr wichtig und richtig ist, so werden wir manchmal so beschäftigt, dass wir komplett vergessen, dass Gott sich „Gehorsam mehr als Opfer” wünscht. Nicht das Spektakuläre und nicht die Wunderwirkungen allein sind wichtig, dafür aber einfacher Gehorsam, wonach Gott Ausschau hält und in dem Er uns auch prüft.
Für mich als eine sehr aktive Person war es natürlich extrem schwierig, dass nach der ersten OP keine Heilung eintrat. Der Nerv in meinem Bein war beschädigt und zwei neue Platten mussten während einer weiteren aufwendigen OP eingefügt werden.
Fünf Monate lang nicht laufen zu können und mit dem Rollstuhl zurecht kommen zu müssen, das war rein praktisch und auch gefühlsmäßig sehr erschöpfend. Aber kurz nach der ersten OP sprach der Herr zu mir und sagte: „Ich möchte, dass du das heilige Abendmahl jeden Morgen zu dir nimmst, bevor du etwas anderes trinkst oder isst.” Es war so eine einfache Anweisung. Es war nicht dramatisch oder schwierig, und es war das einzige Gebot, welches Gott mir durch diese ganze Zeit hindurch gab.
Zu manchen Zeiten brauchte es richtig Disziplin, diesem einfachen Gebot zu gehorchen. Dennoch, es trug mich durch die dunkelsten Momente dieser letzten sechs Monate hindurch. Es wurde ein Anker für mich, etwas, an dem ich mich festhielt, wenn ich spürte, dass ich in einem Meer von Gefühlen hin- und hergeworfen wurde und wenn die körperlichen Schmerzen mich zu erdrücken drohten.
- Es waren nicht die Predigten, die mir halfen, obwohl sie von Gott waren.
- Es war nicht die Anbetung, welche mir half, auf den Herrn ausgerichtet zu bleiben, obwohl Musik ein wunderbares und ermutigendes Werkzeug ist.
- Es war nicht einmal das Ausbeten von Bibelstellen, das mich durch diese Zeit trug, und doch wissen wir ja, dass das Wort Gottes Kraft hat und nicht leer zurück kommt.
- Wenngleich auch alle diese Dinge wunderbare Werkzeuge zur richtigen Zeit sein können, war es dieser eine Schritt des Gehorsams, jeden Morgen aus dem Bett aufzustehen, mit dem Rollstuhl in die Küche zu fahren und dann das Abendmahl zu nehmen. Mich ein paar Minuten auf den Herrn und Sein Kreuz zu konzentrieren, half mir, auf Ihn ausgerichtet zu bleiben, besonders dann, wenn ich am liebsten die Bettdecke über meinen Kopf gezogen hätte und in eine Spirale von Entmutigung gefallen wäre, weil ich nicht die Stärke oder genug Atem zum Beten hatte.
- Als ich eine kleinere Lungenembolie hatte zu der Zeit, als sich das Blutgerinnsel in meinem operierten Bein befand, fühlte sich das für mich so an, als ob das Leben selbst aus mir herausgeflossen ware. Ich erinnere mich daran, wie ich das Brot und den Abendmahlskelch in der Hand hielt und wie ich nicht einmal die Stärke hatte, zu sprechen oder zu beten. Aber als ich einfach gehorchte, erfüllten Frieden und Stärke meinen Geist. Sich auf Jesus zu konzentrieren, welcher bereits den Preis für mich bezahlt hat, wurde mir einmal mehr zum Anker.
Was war die letzte Sache, die der Herr dich zu tun bat?
Hast du es getan? Oder war es so gering, dass du es nicht beachtet hast? Hast du die Resultate oder den Durchbruch nicht gesehen, die du eigentlich erwartet hast? Und hast du dich dann entschieden, dieses wertvolle Instrument einfach in einen unbenutzten Schrank einzuschließen? Wie sah das Gebot aus?
- Für eine Person könnte es bedeuten, hinauszugehen und Traktate in einem vorher ausgewählten Gebiet zu verteilen.
- Für einen anderen könnte das heißen, als Teil einer Fürbittegruppe oder für einen Dienst zu beten.
- Für jemand anderen wiederum meint es, als freiwilliger Helfer in der Suppenküche für Obdachlose zu arbeiten, und für andere dafür könnte es schlicht und einfach bedeuten, andere Menschen zu ermutigen.
Dies sind alles nur kleine Dinge, aber das ist es, wonach Gott Ausschau hält: Gehorsam, obwohl man nichts Spektakuläres oder Wunderähnliches sieht, auch dann, wenn gehorsam sein langweilig und alltäglich wird.
Hast du dieses wertvolle Instrument aus der Hand Gottes, diese „alte Geige, die so schön durch das Spiel des Meisters erklang“,hast du dieses Gebot vom Herrn beiseite geschoben und die Asche der Entmutigung darüber gedeckt? Warum beugst du nicht gerade jetzt dein Haupt und betest und lässt den Meister aller Meister dich zurückbringen zu der einen Sache, welche Er möchte, dass du sie für Ihn tust?
Höre die Worte Samuels, "„Hat der HERR so viel Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder.”" - 1 Samuel 15:22.
Unterstützung
Solche eine Liebe und Unterstützung von meinen Gebetspartnern zu empfangen, demütigt mich tief und rührte mich zu Tränen vor dem Herrn. Ich kann euch niemals genug danken für eure treuen Gebete für uns und dass ihr in eurem Herzen einen Raum für Voice in the City und für mich als Person gemacht habt.
In den Zeiten, in denen ich mich einsam fühlte, las ich meine Emails und die Briefe, die mir zur Ermutigung gesendet wurden, und es wärmte mich wie eine Decke der Liebe vom Vaterherzen Gottes. Alle Predigten der Welt können mir nicht so viel geben wie all die Karten, Briefe, Emails und Anrufe in dieser Zeit, welche mich wissen ließen, dass ich nicht allein bin und dass ich eine fürsorgende Familie in Jesus habe. Ich danke euch sehr!
Unser Dienst geht weiter, das Team arbeitet auf Hochtouren und ist mit den Vorbereitungen für die anstehenden Veranstaltungen sehr beschäftigt. Ich habe jetzt mehr Einheiten bei der Physiotherapie und seit zweieinhalb Wochen bin ich das erste Mal wieder gelaufen und konnte seit der letzen OP mein Bein mit 20kg belasten. Letzte Woche wurden Röntgenaufnahmen von meinem Bein gemacht, und die Besserung ist in Sicht – wenn auch nur sehr langsam. Da ist immer noch ein langer Weg vor mir, aber in Gott bin ich zuversichtlich, dass ich wieder laufen werde.
Ich sehe „das Licht am Ende des Tunnels“ und freue mich schon auf den Tag, an dem ich wieder durchs Land gehen kann und wieder die wunderbare Botschaft der Errettung predigen werde.
Wir freuen uns auf die Tour in den Niederlanden und Belgien, die im März stattfinden wird. Ich danke euch herzlich, dass ihr mit uns im Gebet steht, während wir weiterhin die Ernte für Sein Königreich einbringen.
Gemeinsam für die Verlorenen




