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Finland Tour - SEINÄJOKI

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01. Oktober - 02. Oktober 2011

Samstag Morgen

Herzliche Grüße aus Seinäjoki, wo wir gerade mit unserer Finnland-Tour begonnen haben.

Unsere Zeit hier begann mit einem speziellen Fürbittetag für Israel, der in der Pfingstgemeinde von Seinäjoki stattfand. Mit ein paar anderen Sprechern war Gayle als Gastsprecherin eingeladen, zwei der Sessions dieser Veranstaltungen zu halten. Gayles erste Lektion am Samstagmorgen wurde sehr gut aufgenommen. Die Menschen waren sehr empfänglich und inspiriert durch ihre Lehre.

Gayle erzählte, dass Statistiken zufolge Gebet das am meisten gelehrte Thema in unseren Gemeinden ist, Gebet aber die Sache ist, die am wenigsten im Leben eines Christen praktiziert wird. Wir haben einfach kein Verständnis über Gebet und keinen Glauben daran, dass wir wirklich und wahrhaftig die Dinge im Natürlichen durch unsere Gebete beeinflussen können. So leicht werden wir entmutigt und geben auf, weil wir nicht sofort ein sichtbares Ergebnis vor Augen haben. Ja, Gott mag vielleicht unsere Gebete nicht sofort beantworten, aber schlussendlich wird Er eine Antwort geben, wenn wir Seinem Wort gemäß beten! Gottes Wort ist ewig, unveränderlich und schöpferisch. Wenn wir Sein Wort beten, dann senden wir dieses Wort hinaus in den geistlichen Raum, und durch unseren aktivierten Glauben bringen wir Gottes schöpferische Kraft in Aktion. Wenn wir in das involviert werden, was Gott auf der Erde tut, indem wir beten, was Er über die verschiedenen Anliegen sagt, dann können wir beginnen, Ereignisse von heute zu beeinflussen und mit Gott gemeinsam Geschichte schreiben.

So oft gleicht unser Gebetsleben eher einem Krisen-Management: Es dreht sich um mich, meine Anliegen und meine Wünsche. Aber wie viel von unserem Gebetsleben ist eine Liebesbeziehung zu Gott - wo es nur darum geht, einfach mit Ihm zusammen zu sein? Woher kommt denn unsere Leidenschaft für Gebet? Von dem Wunsch, Gott besser kennen zu lernen oder von dem Wunsch her, dass Er unseren Nöten begegnet? Lasst uns Worte beten, die ewigen Einfluss auf uns und unsere Umstände haben werden. Lasst uns herausfinden, was Gottes Wort sagt über unsere Anliegen und was auf Seinem Herzen ist.

Wenn wir verstehen, was Gottes Wort über Israel sagt und was auf Seinem Herzen sowohl in Bezug auf sein auserwähltes Volk als auch in Bezug auf die Nationen ist, dann verstehen wir, was da wirklich in Israel und in der Welt heutzutage passiert und warum es passiert. Und von diesem Platz aus können wir beginnen, gemäß dem zu beten, was Gott sagt. Wenn wir Gottes Wort und Seinen Willen über Israel und den Nationen beten, setzen wir Glauben im unsichtbaren Raum frei und Gott beginnt, sich um ihretwillen zu bewegen, genauso wie Er sich für uns und unsere Anliegen einsetzt. Unsere Gebete verwandeln sich zu einem Segen für Israel, für andere Nationen und genauso auch für uns.

Nach dieser Botschaft leitete Gayle die gesamte Versammlung in leidenschaftliche Fürbitte für Israel. Das war großartig, als wir direkt die Theorie in der Praxis anwenden konnten und unseren Glauben im Gebet aktivieren konnten - für Gottes auserwähltes Volk. Dieser Morgen war in der Tat sehr kraftvoll, und wir waren alle sehr ermutigt und gesegnet.

Samstag Abend

Samstagabend gab uns Gayle eine echt brillante Botschaft über die Stürme des Lebens, basierend auf der Geschichte aus Markus 6, wo die Jünger Jesu in einen Sturm gerieten.

Diese Botschaft war sehr passend für jeden Einzelnen in der Versammlung, denn jeder von uns sieht sich Stürmen gegenüber zu jeder Zeit - entweder wir kommen gerade in einen Sturm, oder wir sind gerade mitten drin in einem Sturm oder wir kommen gerade aus einem. Stürme sind ein Teil dieser Welt, in der wir leben. Aber die gute Nachricht ist, dass es nicht wichtig ist, wie lange die Stürme dauern, wenn denn Gott mit uns in den Stürmen ist.

Gayle erklärte uns anhand einiger Punkte, warum wir Stürme erleben und wie wir am besten mit ihnen umgehen. Zuallererst sei gesagt - Gott weiß um die Stürme, denen wir gegenüberstehen. Wenn wir Ihm hingegeben sind, dann benutzt Er die Stürme in unserem Leben - aber nicht, um uns zu zerbrechen, sondern um uns zuzubereiten und uns weiterzuführen. Mitten in unseren Lebensstürmen finden wir ganz oft keinen schnellen Weg heraus, aber eine Sache ist sicher: Jesus wird schlussendlich kommen und uns heraushelfen. Wenn Er kommt - und dabei ist es ganz egal, gegen welche Art von Sturm wir gerade ankämpfen - dann kommt Er mit Seiner Gegenwart, mit Veränderungen der Situation, und das Übel muss fliehen!

Wenn Er kommt, dann begegnet Seine Gegenwart jeder einzelnen unserer Nöte. Möge Gott uns helfen, Seine Absichten zu verstehen, so dass wir erkennen können, was Er tut und wir Nutzen und Gewinn aus den Stürmen, in denen wir sind, ziehen können.

Möge Er uns helfen, Ihn in dem Boot zu sehen, möge Er uns helfen, die Last bei Ihm abzulegen und Ihm komplett zu überlassen und dass wir Ihm vertrauen, dass Er uns sicher zur Küste zurückbringen wird.

Als Gayle den Altarruf gab, strömten die Leute nach vorn und übergaben ihre jeweiligen Lebenssituationen Jesus. Es war eine starke, kraftvolle Botschaft! Viele kauften sie danach, um sie mit nach Hause zu ihren Lieben und Freunden zu nehmen. Gepriesen sei Gott für das Wort, das heilt und freisetzt!

Sonntag Morgen

Als die Sonntagmorgen-Veranstaltung begann, sahen wir einen jungen Mann ganz vorn in der ersten Reihe sitzen, der sehr verzweifelt aussah. Der Senior Pastor, Martti Kallionpää, spürte plötzlich das Drängen des Heiligen Geistes, zu dem Mann herüber zu gehen und laut für ihn zu beten. Dieser Mann hatte alles verloren und war echt in Schwierigkeiten, außerdem war er alkoholabhängig und hatte noch andere Probleme dämonischen Ursprungs. Die Leiter beteten über ihm und setzten ihn genau an dieser Stelle, wo er war, frei, und er fiel unter der Kraft des Heiligen Geistes, weinend und zitternd.

Wenn ich jetzt zurückschaue, dann sehe ich diesen Zwischenfall geradezu als eine Einleitung zu Gayles Botschaft an diesem Morgen, als sie begann, über die Notwendigkeit der manifesten Kraft des Heiligen Geistes in uns Gläubigen zu sprechen. Diese Kraft ist uns gegeben, damit die Welt das volle Evangelium empfangen kann, für das Jesus am Kreuz bezahlt hat. Niemand von uns wusste, dass Gayle genau dieses Thema vorbereitet hatte. Als Gayle zu sprechen begann, war die Atmosphäre im Raum wie elektrisiert und mit Erwartung erfüllt.

Gayle erinnerte uns wieder einmal an die Wahrheit, dass es keine Manifestation der Herrlichkeit Gottes, keine Erweckung ohne Gebet geben wird - und es geht um diese Art Gebet, wo Gottes Angesicht gesucht wird. Es geht nicht um die Art Gebet, die wir so von uns geben, wenn wir im Auto hinter dem Lenkrad sitzen und zur Arbeit fahren. Gott hat uns in Seinem Wort nicht darum gebeten, dass wir beten, sondern er hat es uns geboten.

Wenn wir sehen wollen, dass die Kraft Gottes in und durch unser Leben manifest wird, dann müssen wir hingegeben und kompromisslos mit Gott verbunden leben. Wir müssen total abhängig von Gott werden!

Wir brauchen nicht noch mehr von diesen besonders einfühlsamen Veranstaltungen für Suchende oder noch mehr dynamische Sprecher oder noch mehr neue Programme. Alles, was wir brauchen, ist, dass wir SEIN Angesicht suchen und Zeit in Seiner Gegenwart verbringen, uns komplett Ihm anvertrauen und in Ihm unseren Rückhalt suchen in allem, was wir brauchen. Wenn dann Menschen zu uns kommen und Hilfe brauchen, dann müssen sie nicht weggehen und sagen "ach, die können doch nichts", sondern sie werden gehen und sagen: "Ich kam dorthin, um Liebe zu finden, Hilfe, Gemeinschaft, Hoffnung, um Frieden für mich selbst zu finden, angenommen zu sein, Jesus zu finden - und ich habe das alles gefunden!"

Sonntag Abend

Sonntagabend forderte Gayle die Leute heraus, dass sie zu glauben beginnen, dass Gott SIE gebrauchen möchte. Ja, wir sollten kühn und mutig im Glauben losgehen und darauf vertrauen, dass Er durch uns Wunder tun möchte. Lasst uns das bisschen, das Wenige, was wir haben, benutzen und erwarten, dass Gott es segnen und multiplizieren wird!

Gayle zeichnete anhand der Speisung der Fünftausend den Umriss für ihre Botschaft: Wenn wir ein Leben wollen, das von Wundern geprägt ist, dann müssen wir zuerst Erbarmen und Mitgefühl mit Menschen haben und die Menschen so sehen und für sie empfinden, wie Jesus das tut. Wir müssen außerdem glauben, dass Gott uns alle gebrauchen möchte. Wie oft schauen wir auf uns selbst und denken: "Wie kann ich auch nur irgendetwas für Gott tun, wie könnte Er jemals durch mich Wunder tun? Ich habe doch absolut nichts Besonders zu geben!" - Aber genau das ist der perfekte Platz dafür, dass ein Wunder passieren kann und dass sich Gottes Kraft manifestieren kann!

Das Wenige, was Gott uns gegeben hat, ist genau das Werkzeug, was Er benutzen möchte, um diese sterbende Welt zu erreichen. Als Jesus die Häppchen Fisch und Brot auf die Hände der Jünger legte, da waren die Jünger in einer Situation, in der sie die Wahl hatten: Entweder sich von dem Wunder abzuwenden oder ihm eine Chance zu geben. Sie mussten ihre Furcht überwinden! Und genauso ist es auch mit uns. Die Jünger begannen, in der Kraft des Heiligen Geistes zu operieren.

Später, nach dieser Botschaft, war der Raum vorn am Altar voll mit Menschen und wir hatten die Gelegenheit, mit vielen zu beten, die sich Gott hingeben wollten und Ihm auf neue, frische Weise dienen wollten. Das war ein sehr kostbarer Abend und die Gegenwart des Heiligen Geistes war so stark an diesem Ort, dass die Leute es überhaupt nicht eilig hatten, nach Hause zu gehen.

Wir werden am Mittwoch nach Seinäjoki zurückkehren und Gayle wird während des dort stattfindenden wöchentlichen Erweckungsabends sprechen. Diese Veranstaltung wird live im Internet übertragen werden, also verpasse es nicht! Morgen werden wir dann in eine andere Stadt reisen, nach Jyväskylä, wo Gayle in einer Abendveranstaltung sprechen wird.