Geschrieben von: Joana Zimmerli Montag, den 02. Mai 2011 um 12:14 Uhr
Ich bin gerade von unserem Kinderheim zurückgekommen. Eine „Oma“ zu sein ist harte Arbeit! Wie immer versuche ich, unsere Kinder zu besuchen und dort zu übernachten, aber gestern Nacht hatten sich acht Kinder in mein Bett gedrängt und riefen, „Oma, wir wollen bei dir schlafen!“ Und wo sollte ich dann schlafen? Naja, das war nicht ihr Problem! Zwei kleine Mädchen krabbelten blitzschnell unter meine Decke und der Rest schaute mich an und schien zu sagen, „Jetzt mach endlich was!“ Und dann fängt man an, Matratzen wie Puzzleteile in ein kleines Zimmer zu quetschen. Bald war Platz für alle, aber nicht für mich, und acht kleine, aufgeregte Kinder zum Schlafen zu bekommen ist auch noch mal eine andere Geschichte. Dann hat plötzlich ein Kind Durst, und wie immer, wenn einer Wasser will, wollen alle anderen auch Wasser!
Bald wurde es still im Zimmer, und ich lag in der Dunkelheit, hörte ihren Atem und dankte Gott für diese 30 Kinder, deren Leben ich mit ganz viel Liebe und einer guten Schulausbildung fördern und Richtung geben kann. Am äußersten Bettrand zu schlafen mit zwei Arm- und Fußpaaren, die den Rest Bettes einnehmen, ist ziemlich abenteuerlich. Sicherlich weißt du, dass kleine Kinder manchmal im Schlaf reden, und meine Kinder sind da keine Ausnahme. Ich habe aber einen so leichten Schlaf, dass wenn ein Kind im Schlaf murmelt, ich sofort wach bin, und wenn ein anderes Kind sich zu sehr bewegt, denke ich, dass es nicht ausreichend zugedeckt ist. Ein weiteres Kind erzählt mir etwas im Schlaf, und wieder bin ich sofort wach, weil ich Kinderstimmen zu dieser Nachtzeit einfach nicht gewohnt bin.
Kurzum, ich habe den Engeln die ganze Nacht beim Aufpassen meiner Kinder Gesellschaft geleistet und als „Oma“ nur wenig bis gar keinen Schlaf bekommen. Heute früh um 5 Uhr sind sie dann aufgestanden, um sich für die Schule fertig zu machen. Nicht, dass es etwas ausmachen würde, da ich ja sowieso schon wach war.
Voice in the City wird auch dieses Jahr 6.000 US$ an Schulgebühren zahlen, aber ich mache es mit großer Freude für diese 30 Kinder, in deren Leben wir einen Unterschied bewirken können!
Wir machen uns jetzt fertig für Manokwari (unsere nächste Großevangelisation). Wir werden um 3.30 Uhr in der Früh die Wohnung hier verlassen und nach Papua fliegen.
Ich danke dir sehr für deine Gebete und Liebe!
Suzette







