Geschrieben von: Joana Zimmerli Mittwoch, den 27. April 2011 um 07:24 Uhr

Unsere Indonesien Tour hat drei wichtige Teile.
Hier gibt es die aktuellsten Berichte und Bilder aus Timika, Manokwari und Bandung!
Gemeinsam für die Verlorenen,
Suzette & Team
Der vierte Abend der Großveranstaltung
Die Sonne ging unter und tauchte Manokwari in ein sanftes Licht von Wärme und Schönheit, als ich aus meinem Fenster über die Stadt schaute. „Du hast dich an die Abmachung gehalten, Herr“, sagte ich mit einem Lächeln. Wir hatten tatsächlich keinen Regen während den Abendveranstaltungen der Großevangelisationen gehabt, obwohl es tagsüber öfters geregnet hatte. Nun hatten wir unseren vierten und letzten Abend der Großevangelisation in Manokwari vor uns.
Bald waren 18.000 Menschen zur letzten Veranstaltung unserer Großevangelisation auf dem offenen Feld versammelt. Freude erfüllte den Ort, als die Leute tanzten und sangen und Gott einfach anbeteten. Es passiert nicht oft, dass man in Papua ein Theaterteam sieht, aber gestern Abend stellten junge Menschen die Geschichte Manokwaris und das Leben in Papua vor 150 Jahren dar, als die zwei deutschen Missionare Ottwan und Geissler hier auf dieser Insel gelandet waren und zum ersten Mal das Evangelium von Jesus diesem in Abgeschiedenheit und Einfachheit lebenden Volk gebracht hatten. Die Aufführung war so überzeugend, dass ich beschloss, genau dieses Thema als Einleitung meiner Predigt zu nehmen.
Nach der Predigt standen Tausende auf, um ihr Leben Jesus zu geben, aber irgendwie war ich mit der Resonanz nicht zufrieden. Ich bat die Anwesenden also, sich noch einmal hinzusetzen und erklärte ihnen die Tiefe, Hingabe und Folgen ihrer Entscheidung. Ich machte klar, dass es um weitaus mehr geht, als nur aufzustehen und das Übergabegebet zu sprechen – es bedeutet Hingabe und Verpflichtung, ein Lauf mit Gott, wo es keinen Raum für Kompromisse gibt. Tausende standen wieder auf; sie waren sich der Ernsthaftigkeit ihrer Lebensübergabe völlig bewusst.
Gerade als ich für die Kranken beten wollte, sprach der Heilige Geist in mein Herz, „Warte und mach’ es anders.”
So oft folgen Prediger wie wir einfach einem Muster, einem Ablauf, anstatt auf Gott und Seine Art und Weise zu warten. Dann aber wusste ich, was zu tun war. Ich bat alle Menschen, sich hinzusetzen und rief dann die Krankheiten auf. Viele standen auf, als ich ihre Krankheiten nannte. Nachdem wir gebetet hatten, gingen wir zurück in die Anbetung bis ich wieder von Gott hörte, welche Krankheiten ich aufrufen sollte. Ströme um Ströme von Heilung und Gebet flossen, und Glaube erhob sich wie eine Welle, als die Menschen spürten, dass ihrer Not begegnet worden war. Ich stieg von der Bühne hinunter, um unter den Menschen zu sein und die ganze Zeit über übertrugen die Kameras alles auf die zwei Riesenbildschirme auf jeder Seite der Bühne.
Die Intensität, mit der die Anwesenden das Ganze verfolgten, war beinahe greifbar. Einige saßen auf ihren kleinen Motorrädern, andere in ihren Autos und doch klebten ihre Augen regelrecht an den Bildschirmen, als sie sahen, was der Herr in ihrer Mitte tat.
Und dann war Feiern angesagt! Es war wie das gewaltige Rauschen von Wassermassen, als 18.000 Personen jubelten und ihre „Hallelujas“ zu Gott schrien. Sie sprangen und sangen überall auf dem Feld herum und Freude, Freude, unbeschreibliche Freude war manifest, weil Menschenherzen mit ihrem Schöpfer versöhnt worden waren.
Die Atmosphäre war elektrisch. Heilungen geschahen, als die Menschen tanzten und Gott anbeteten! Die Engel freuten sich auch über die Seelen, die errettet worden waren und 18.000 Menschen stiegen mit ein, als Himmel und Erde dem Allmächtigen dankten.
Das Ende der Großevangelisation war wie ein Crescendo einer Symphonie, und wir alle sangen das Lied der Erlösten:
Du allein bist würdig, das Buch zu nehmen, nur du darfst seine Siegel brechen. Denn du bist als Opfer geschlachtet worden, und mit deinem Blut hast du Menschen für Gott freigekauft; Menschen aller Stämme und Sprachen, aus allen Völkern und Nationen.
Der dritte Abend der Großveranstaltung
Wer kann beschreiben, was heute Abend hier geschah? Ich stand auf der Bühne und hatte Schwierigkeiten zu atmen. Meine rechte Seite schmerzte und jede Bewegung war eine Qual. Zwei Stunden vorher war ich in meinem Badezimmer ausgerutscht und hingefallen. Ich hatte mir die Rippen angeknackst und mich an dem Bein verletzt, das operiert worden war. Mit Mühe gelang es mir, mich anzuziehen; schließlich musste ich mich ja anziehen, um zur dritten Abendveranstaltung unserer Großevangelisation aufzubrechen.
Nicht wissend, wie ich den Abend bewältigen sollte, blieb ich im Auto sitzen, als wir am Veranstaltungsort angekommen waren. Und ich betete – oh, und wie ich betete! Ich wollte einfach nur nach Hause gehen und mich hinlegen, aber ich wusste, dass ich für die mehr als 12.000 Menschen, die sich schon versammelt hatten, eine Verantwortung hatte.
Verzweifelt rief ich zu Gott um Hilfe. In mir tobte ein Kampf! War ich einfach nur „Frau“, die nach Hause und sich um ihre Verletzungen kümmern wollte, oder war ich eine Kriegerin, die die Veranstaltung leitete?
Ginge es nach mir, wäre ich zurückgekehrt und hätte mich ausgeruht. Aber als ich das Team sah, das sich um das Auto gestellt hatte, um zu beten und um für mich beim Allmächtigen einzustehen und dabei gleichzeitig meine Zurückgezogenheit nicht störte, da ich deutlich gesagt hatte, dass ich allein sein musste, wusste ich, dass ich eine wichtige Entscheidung zu treffen hatte.
Ich kann nicht sagen, dass Gott mich berührt hat, aber ich kann sagen, dass die Liebe des Teams mich getragen hat! So fasste ich den Entschluss: „Ganz egal was passiert, ich werde heute Abend predigen!“
Auf der Bühne lief alles so weiter, als ob nichts geschehen wäre. Das Team ging gewissenhaft ihren Aufgaben nach, aber sie waren nie zu weit weg für den Fall, dass ich sie gebraucht hätte. Ich glaube, das ist es, worum es im Psalm 133 eigentlich geht – dass Brüder und Schwestern in Einheit zusammen stehen. Sie erhoben sich im Glauben wie EIN Mann, EINE Truppe, jeder trug meinen Schmerz und meine Schwachheit im Gebet. Hinter mir beteten unsere Unterstützer und Co-Prediger unaufhörlich. Die Fürbitter wahrten respektvoll Distanz, aber sie hörten niemals auf zu beten. Die einzelnen Teammitglieder nahten sich mir immer wieder, um sicher zu gehen, dass ich zurecht kam und nichts brauchte.
Es war genau an diesem Punkt, als sich die Kämpferin in mir erhob. „Satan, du wirst dafür bezahlen. Du wirst dafür mit Seelen bezahlen!“ Ich nahm das Mikrofon und führte die Veranstaltung mit ganzer Entschlossenheit in Anbetung zurück. Dann, mit allem, was in mir war, predigte ich, bewegte ich mich und atmete ich. An einer Stelle bekam ich Panik – ich kriegte keine Luft, aber plötzlich veränderte sich etwas und ich konnte frei atmen. Meinen Arm zu bewegen war ebenso sehr schmerzhaft, aber auch ihn bewegte ich umso mehr mit aller Bestimmtheit.
Das Wort Gottes schnitt wie ein Messer hinein, und eine tiefe Überführung kam über die Menschen. Es war, als ob der Himmel die Erde mit Heiligkeit und Liebe durchdrang und es fühlte sich an, als ob die bloße Gegenwart Gottes sich auf die Menschenmenge lagerte. Einige weinten, andere knieten und wiederum andere standen einfach in Ehrfurcht und Staunen. In aller Tiefe und Dankbarkeit dankte ich dem Herrn aus der Tiefe meines Herzens für diese gewonnene Schlacht. Denn auch wenn wir schwach sind, ist Er doch stark!
Ich übergab das Mikrofon an Evangelist Robinson, der das Gebet für die Kranken übernahm, während ich die Veranstaltung verließ und nach Hause ging, um mich auszuruhen. Zu meiner Überraschung war die Schwellung meines Beines verschwunden und als ich am nächsten Morgen aufwachte, sah ich, dass ich blaue Flecke hatte, aber die Schmerzen waren weg! Jesus hatte mich geheilt, während ich geschlafen hatte! Wunderbarer Retter, barmherziger Vater, ewiger Heiler, Immanuel!
Der zweite Abend der Großveranstaltung
Der Psalmist schrieb in Psalm 46,4 „Ein Strom mit seinen Bächen erfreut die Stadt Gottes ...“, und so würde ich auch den gestrigen Abend in Manokwari beschreiben. Freude - so unbeschreibliche Freude, schien durch die Menschen zu fließen. Es war, als ob ein Strom der Errettung mit seinen Bächen von Heilung und reiner Freude am Herrn sich über das Land und seine Bewohner ergoss. Der Himmel war klar, die Luft warm und die Herzen der Leute waren offen für das Evangelium von Jesus.
12.000 Menschen hörten aufmerksam dem Wort Gottes zu. Einige saßen auf dem Boden, andere standen oder blieben einfach in ihren Autos sitzen, die am Feldrand geparkt waren. Die Atmosphäre war voller Erwartung, und Jesus, der Sein Leben für sie gegeben hatte, enttäuschte die Menschen nicht. Mindestens 10.000 antworteten auf den Ruf zur Errettung.
Ich ließ sie wieder Platz nehmen und erklärte ihnen noch einmal die Bedeutung der Lebensübergabe, um ihnen die Wichtigkeit und die Verpflichtung, die sie mit sich bringt und die Verantwortung, Jesus mit seinem ganzem Leben zu folgen, klar vor Augen zu führen. Oh, das ist nicht nur ein „Hände heben“; nein, die Lebensübergabe ist eine verbindliche Hingabe mit Segnungen und Konsequenzen. 10.000 Menschen standen wieder auf, auch nachdem ich die Konsequenzen der Lebensübergabe deutlich erklärt und den Aspekt der Verantwortlichkeit einer solchen Hingabe noch einmal ganz deutlich herausgestellt und betont hatte.
Dann rettete Gott ihre Seelen und berührte auch ihre Körper. Heilung floss wie ein Strom! Die Menschen folgten den Heilungen mit großem Interesse, als das Kamerateam sie an die großen Leinwände auf jeder Seite der Bühne projizierte.
Als Erstes hatte ich ein Wort der Erkenntnis über einen jungen Mann mit einer ausgekugelten Schulter, die plötzlich geheilt wurde. Schon gleich kam ein junger Mann nach vorne, um seine Heilung zu bezeugen. Er hatte Kampfsport betrieben und dabei leider einen Tritt in die Schulter bekommen. Seine Schulter war nicht nur ausgebeult, sondern seit einem Jahr litt er unter Schmerzen, weil sie scheinbar einfach nicht heilte. Doch plötzlich waren die Schmerzen während der Predigt verschwunden, und er konnte seinen Arm und seine Schulter wieder ohne Schmerzen und Einschränkung bewegen.
Eine Frau mit ernsthaften Nierenproblemen sagte zu ihrer Familie: “Bringt mich einfach zu dieser evangelistischen Veranstaltung, und ich werde geheilt!“ Gemäß ihres Glaubens geschah es dann auch; geheilt ging sie nach Hause.
Ein junger Mann mit Asthma erzählte mir, dass er kaum hatte atmen können, als er zur Veranstaltung gekommen war. Also schickte ich ihn los, um das Feld herum zu laufen. Er schaute mich ein einziges Mal an und rannte los. Mit einem strahlenden Gesicht kam er zurück – geheilt, begeistert und dankbar.
Ein junges Mädchen wischte sich Tränen der Dankbarkeit weg. Der Schmerz (ein Tumor) in ihrer linken Brust war verschwunden!
Ein Feuerwehrmann berichtete ganz aufgeregt, dass er extra sehr früh hergekommen war, weil er so starke Rückenprobleme und schlimme Schmerzen hatte. Er konnte es kaum erwarten, dass die Veranstaltung endlich begann. „Ich wollte, dass sie sich beeilen und endlich anfangen, damit ich geheilt werden kann“, erzählte er voller Begeisterung. „Jetzt bin ich geheilt, die Schmerzen sind weg!“, fügte er hinzu, und um seine Heilung zu demonstrieren, beugte er seinen Körper vor und zurück und hin und her – er war wirklich geheilt!
Und so ging es weiter. Eine Person nach der anderen erzählte begeistert ihre Geschichte.
Wir haben hier noch weitere Sprecher, die in den Seminaren predigen und lehren. Evangelist Robinson ist ein mächtiger Mann Gottes und um den Menschen zu zeigen, dass wir ein Team sind und dass es nicht nur Suzette ist, die in der Kraft Gottes fließt, übergab ich ihm das Mikrofon. Mit großem Glauben bewegte sich dieser Mann Gottes, und schon bald wurden blinde Augen sehend und taube Ohren hörend, während andere vom Team und ich zu den Schwerkranken gingen, um für sie zu beten. Freude erfüllte den Ort! Die Menschen schrien voller Freude als sie sahen, wie Gott wirkte und die Menschen heilte. Und obwohl es schon sehr spät am Abend war, wollten sie einfach nicht nach Hause gehen. Sie tanzten und tanzten und tanzten überall auf dem Feld und feierten die Güte ihres Gottes Jesus Christus.
Es gibt wirklich einen Strom mit Bächen, der die Stadt Gottes erfreut. Diese Freude kann nur in Jesus Christus, unserem Herrn und Retter, gegründet sein. Dann wird die Freude des Herrn auch unsere Stärke sein.
Der erste Abend der Großveranstaltung
Das Prasseln der
Regentropfen an meinem Fenster zog mich zum Fenster. Es war, als könnte ich die Stimme von Pak Paul hören, der erklärte, „die Wettervorhersagen sagen, es wird regnen“. Aus meiner Tiefe heraus rief ich zum Herrn: „Herr, wir brauchen klares Wetter, damit die Menschen zu dieser Open Air Veranstaltung kommen können!“ Es regnete immer noch leicht, als wir zum Veranstaltungsort aufbrachen.
Die einheimischen Papua-Tänzer trafen mich bei meiner Ankunft an und sollten mich auf die Bühne begleiten. Ich schaute auf alle, die gekommen waren – man konnte sie kaum als „Menschenmenge“ bezeichnen. Allerdings wusste ich, dass es noch früh am Abend war, und da viele noch arbeiteten und Papua für seine späten Veranstaltungsstunden bekannt ist, war ich zuversichtlich, dass alles gut gehen würde. So hatten sich am Ende des Abends, ungefähr 5.000 Menschen auf dem offenen Feld versammelt!
Da die Verkehrsanbindungen in dieser Gegend sehr schwierig sind, hatten wir extra 15 Busse angemietet, um Bewohner von weiter her zu den Abendveranstaltungen zu bringen, und einigen Pastoren, die eine besonders lange Anreise haben, wurde eine Unterkunft in der Stadt gestellt, damit sie Teil dieser Großveranstaltung sein können.
Als die Menschen am Abend mit großer Aufmerksamkeit dem Wort Gottes zuhörten, klärte sich der Himmel und der Regen hörte auf – Gott sei die Ehre!
Nach der Predigt wurden mindestens 3.000 Hände erhoben - als Zeichen dafür, dass sie ihr Leben Jesus übergeben möchten
; einige von ihnen Christen, die in ihrem Glaubensleben kalt geworden waren und einige Erstentscheidungen. Schon bald geschahen Wunder. Hier sind einige Beispiele:
1. Für einen jungen Mann, der von seinem Motorrad gefallen war und in den letzten drei Monaten mit Schmerzen gelebt hatte, wird das Leben nie wieder dasselbe sein. Gott heilte ihn während der Predigt!
2. Mit strahlenden Augen erzählte mir eine junge Frau, dass sie sich früher nicht bücken konnte, da ihre Wirbelsäule verletzt gewesen war. Jetzt demonstrierte sie voller Freude und Geschick, was der Herr an ihr getan hatte. p>
Zu viele Wunder, um sie alle zu erzählen, aber alle Ehre sei Jesus, der begonnen hat, Manokwari durch Seinen Geist zu schütteln.
Suzette
Ausflug zur Insel
Ausflug zur Insel, auf der die zwei deutschen Missionare Ottwan and Geissler ankamen. Was für ein wunderbarer, bedeutender Tag!
Der letzte Gebetsabend
Als ich an der Gedenkstätte der niederländischen Missionare stand, die getötet worden waren, als sie in Manokwari predigten, war ich tief bewegt. Was war wohl ihr letztes Gebet gewesen? Ein Gebet für ihre Sicherheit, ein Gebet für die Errettung der Stadt oder für die Errettung ganz Papuas? Wir wissen es natürlich nicht, aber ganz sicher weiß es der Herr, und mir ging folgender Gedanke durch den Kopf: „Sind wir ein Teil der Antwort ihres Gebetes?“”
Als wir durch die Stadt fuhren, war ich wieder tief bewegt in meinem Herzen. Das ist die Stadt, die sie „Jerusalem“ nennen, und auf viele Weise ähnelt sie dem Jerusalem, das Nehemia besuchte hatte – mit seinen niedergebrannten Toren und seinen gefallenen Mauern.
Oh, Manokwari ist voller Gemeinden und Gemeindeveranstaltungen, aber es gibt keinen Gebetsaltar. Man findet keinen „Gebetsturm“ (offen zugängliche christliche Gebetshäuser) oder Gebetsberg in dieser Stadt! Es war sogar schwierig, die Fürbitter der Stadt aufzuspüren, und als wir diejenigen fanden, die sich „Fürbitter“ nannten, waren sie vielmehr arrogant, uneins und gespalten.
Das war also das Setting für unser erstes Frühgebetstreffen. Wie ich schon berichtet habe, kamen auch nur eine Handvoll Beter zu diesem ersten Treffen, aber die Gruppe vergrößerte sich rapide an jedem weiteren Morgen. Immer mehr Menschen kamen, um Gott anzubeten und für ihre Stadt und Papua einzustehen.
Leider waren die Abendveranstaltungen nicht so gut besucht, wie wir es erhofft hatten. Trotzdem kamen Abend für Abend ca. sechs- bis siebenhundert Menschen zusammen, um gemeinsam mit uns zu beten.
Gestern Abend aber bewegte sich plötzlich Gottes Geist in mir mit Kraft. Ich stoppte den Lobpreis und sprach die Anwesenden mit Nachdruck und Inbrunst an. Wie ein Messer schnitt das die geistliche Welt, und bald strömten Hunderte nach vorne und weinten und wehklagten vor dem Herrn für ihre Stadt und ihren Mangel an Hingabe.
Wir beschlossen, einen „Gebetsturm“ zu starten und es stellte sich heraus, dass der Direktor der Baptisten-Bibelschule schon einen kleinen Turm gebaut hatte, nachdem Gott ihm vor ca. 16 Jahren aufgetragen hatte, ein solches Projekt zu starten.
Ich habe beschlossen, mich für zwei Tage dem Herrn abzusondern, um Sein Angesicht für diese Stadt zu suchen, die ihr Feuer und ihre Berufung verloren hat. Möge Gott die Leidenschaft, Vision und das Mandat dieser Stadt wiederherstellen, die sich selbst die „Bibelstadt“ nennt. Möge Gott Manokwari zurück zum Feuer und zu Eifer und Entschlossenheit führen, die sie einst vor 150 Jahren besaß.
Suzette
Gebetskonferenz in Manokwari
Manokwari, die „Bibelstadt” Papuas, ist die Hauptstadt der Provinz West Papua. Es war genau diese Stadt, in die zwei Missionare im Jahr 1855 das Wort Gottes brachten; ein Ereignis, das jedes Jahr am 5. Februar als „Gospel Landing Day“ gefeiert wird. Von Manokwari aus überflutete das Evangelium von Jesus Christus die Insel Papua und machte ihre Bewohner zu einer Nation von Hunderten und Tausenden von Christen.

Die Auffürung der Tänzer bewegte mich zutiefst. Sie stellten durch ihren Tanz dar, wie Papua vor der Zivilisation gewesen war. Dann kamen das Feuer und das Licht des Evangeliums und die Tänzer zündeten ihr Feuer in diesem Feuer an. Es war einfach nur wunderbar, ich habe geweint und geweint. Wir glauben Gott für diese Stadt - bitte bete mit uns ...
Frühgebetstreffen
In den frühen Morgenstunden kamen wir am Veranstaltungsort an, wo wir unsere Großevangelisation abhalten werden, um genau hier für die gesamten Einsätze zu beten. Am ersten Morgen (29. April) waren nur eine Handvoll Menschen anwesend, aber „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“, so sagt der Herr, „bin ich mitten unter ihnen“.Und wirklich, Er war da; ein tiefer Geist des Gebets und Flehens bewegte sich unter uns.
Am zweiten Tag kamen schon über zweihundert Menschen auf ihren kleinen Mopeds oder zu Fuß herbei und gossen ihre Herzen aus im Gebet und Flehen, während der Rest der Stadt noch schlief. Was für einen unglaublichen Morgen wir doch erlebten, als zwischen dem Dunkel der Nacht und der Morgendämmerung mit den Sternen, die noch über uns strahlten, unser wunderbarer Retter angebetet und gepriesen wurde. Zweihundert Seelen knieten vor dem Herrn und weinten und schluchzten um die Verlorenen und taten Buße darüber, dass sie zugelassen hatten, dass das Feuer und die Leidenschaft, die vor eineinhalb Jahrhunderten gegenwärtig war, erstickte und starb. Sie flehten um Vergebung für ihre Kälte und für die Wiederherstellung und Rückerstattung der Jahre, die die Heuschrecken gefressen hatten (Joel 2,25).
Es sind diese treuen Gebete voller Schmerz und tiefer Reue, die die geistliche Atmosphäre einer Stadt und sogar einer Nation verändern.








